Buchtipp #4 – Allison Pearson: Wenn’s weiter nichts ist

Wenn das Leben anstrengend ist, brauche ich einfach auch mal leichte Kost zum Lesen. Da kam mir dieses Buch gerade recht. Spaß werden diejenigen haben, die sich mit Wechseljahren und Pubiertieren rumschlagen müssen.

Wie fängt es an?

Mit einem Belfie, einem Foto vom nackten Po. So bescheuert können nur Teenies sein, ein Bild des nackten Hinterns im Freundeskreis zu verschicken. Rasendschnell verbreitet es sich  in den sozialen Netzwerken und sorgt für ordentlich Wirbel.

Worum geht’s?  

Kate Reddy ist die Mutter des Belfie-Teenies, knapp 50 Jahre alt und mit heftigen Wechseljahrsbeschwerden gestraft. Neben den Eskapaden der 16jährigen Tochter gibt es noch einen Sohn, der das Familienkonto durch Online-Spiele sprengt und einen Ehemann, der in seiner Midlifecrisis beschlossen hat, seinen gut bezahlten Job als Architekt aufzugeben, um eine kostenpflichtige Ausbildung im sozialen Bereich zu machen. Also bleibt Kate nichts anderes übrig als sich nach ihrer jahrelangen Hausfrau- und Mutterphase wieder ins Berufsleben zu stürzen. Die Londoner Finanzwelt hat allerdings nicht auf eine „alte Frau“ gewartet und sie muss sich mächtig durchkämpfen.

Wer hat es geschrieben?

Allison Pearson ist eine  bekannte britische Journalistin, sie schreibt unter anderem für den Daily Telegraph und war in den Medien zuletzt sehr präsent, weil sie die Corona-Regeln zum Teil scharf kritisiert hat. In ihren Büchern merkt man von ihrem politischen Background so gut wie nichts. Ihr erster Roman „Working mum“ war bereits sehr erfolgreich. Er dreht sich auch um Kate Reddy und spielt etwa 10 Jahre vor „Wenn’s weiter nichts ist“. Die Geschichte wurde mit Sarah Jessica Parker und Pierce Brosnan verfilmt.

Lohnt es sich?

Ich glaube nicht, dass dieses Buch einen bleibenden Eindruck hinterlassen wird, für ein entspanntes Wochenende oder als Urlaubslektüre ist es aber bestens geeignet. Eigentlich mag ich es nicht, Altergruppen für Bücher zu nennen, aber in diesem Fall ist das anders. Ich glaube, richtig Spaß hat man erst, wenn man erste Erfahrungen mit Hitzewallungen, verrückten Jugendlichen oder Eltern, die langsam abbauen, gemacht hat. Dann ist der Humor von Allison Pearson wunderbar auf den Punkt und sie trifft genau die Stellen, an denen es weh tut und hilft mit einem Lächeln drüber hinweg. 600 Seiten hätte ich für die Geschichte allerdings nicht unbedingt gebraucht.

Es handelt sich um unbezahlte Werbung für dieses Buch

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