Buchtipp #32 – Romy Fölck: Nebelopfer

Die Bücher von Romy Fölck sind an mir bisher völlig vorbeigegangen. Schade eigentlich. Aber zum Glück kann ich das ja ganz entspannt nachholen.

Personenkreis

Im Mittelpunkt von Romy Fölcks Romanreihe (das hier ist Band 5) stehen die beiden Polizisten Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn. Sie ermitteln als Team in Norddeutschland – er steht kurz vor der Rente, sie am Anfang ihrer Laufbahn bei der Mordkommission. Beide sind grundverschieden, harmonieren aber sehr gut miteinander. In diesem Krimi kommt noch ein neuer Kollege dazu. Bootz, mehr oder weniger strafversetzt, sorgt er erstmal für Unruhe im Team, integriert sich aber doch ganz gut. Auch Fridas Familie spielt eine wichtige Rolle. Auf dem Bauernhof wird jeder sofort aufgenommen und am großen Küchentisch ist Platz für alle, die einen Kaffee oder eine warme Mahlzeit brauchen. Eine durchweg sympathische Personenkonstellation, der man sich gerne anschließt. 

Handlung

An einem alten Galgenbaum wird eine Leiche gefunden. Der Tote trägt ein Pappschild um den Hals auf dem steht, er habe in einem Prozess falsch ausgesagt. Der Fall, um den es geht, liegt viele Jahre zurück. Damals wurden eine Mutter und zwei ihrer Söhne kaltblütig ermordet. Verurteilt wurde der Ehemann und Vater der Kinder. Kurze Zeit später wird ein weiterer Zeuge ermordet. Für Frida und Bootz ist es deshalb wichtig, den alten Fall noch einmal aufzurollen, auch wenn ihr Chef es verbietet. Leider kommen sie dabei nicht so gut voran wie erhofft und es gibt weitere Tote. Haverkorn steht schnell selbst im Mittelpunkt der Ermittlungen. Der Täter bedroht auch ihn, deshalb wird er kurzerhand an das LKA in Kiel ausgeliehen, um aus der Bedrohungslage verschwinden zu können. Der Mörder ist aber schlau genug, um ihn trotzdem in eine lebensgefährliche Situation zu bringen.

Fazit

Es ist überhaupt kein Problem, mit Band 5 der Reihe zu starten. Ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, nicht folgen zu können. Muss man Vorwissen haben, wird einfach in einem kurzen Nebensatz erwähnt, was man wissen sollte. Das ist nicht aufdringlich oder nervig, sondern passiert ganz nebenbei. Die sympathischen Hauptfiguren sind schon mal die halbe Miete, dazu ist die Handlung spannend und kaum vorhersehbar. Immer, wenn ich geglaubt habe, zu wissen, wie es läuft, kommt die nächste Überraschung um die Ecke. Alles ist nachvollziehbar und könnte genau so passieren. Für den Realismus gibt es schon mal einen Pluspunkt. Nur an der Stelle mit dem Tierarzt (mehr verrate ich nicht), musste ich etwas schmunzeln, das fand ich doch etwas übertrieben, aber nicht weiter problematisch.

Kurz gesagt: ein runder Krimi, der mich sehr gut unterhalten hat. Ich werde definitiv noch die Bände 1-4 lesen.

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