Buchtipp #38 – Romy Fölck: Bluthaus

Ich gehe bei der Elbmarsch-Krimireihe von Romy Fölck etwas unorthodox vor: Erst Band 5, jetzt Band 2. Ist aber kein Problem, man versteht auch ohne Vorkenntnisse alles.

Handlung

Polizistin Frida Paulsen leidet nach einem Einsatz unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung und zieht sich auf den Hof ihrer Eltern zurück. Hier will sie sich in aller Ruhe darüber klar werden, ob sie weiter in dem Job arbeiten will und kann oder ob sie sich eine Alternative suchen muss. Eines Abends steht ihre alte Freundin Jo vor der Tür, die inzwischen als Detektivin in Hamburg arbeitet. Sie verhält sich komisch und wird kurz nach ihrer Abfahrt an einem Tatort aufgegriffen. Eine Frau wurde brutal ermordet, Jo gibt an, die schwer verletzte Frau gefunden zu haben und bis zu ihrem Tod bei ihr gewesen zu sein. Da es einige Ungereimtheiten gibt, gerät sie schnell selbst unter Verdacht, vor allem dadurch, dass sie plötzlich von der Bildfläche verschwindet. Auch Frida glaubt nicht zu 100% an die Unschuld ihrer Freundin und fängt selbst an zu ermitteln.

Eigentlich ist es der Fall von Bjarne Haverkorn, einem altgedienten Ermittler. Der ist diesmal aber mit seinen Gedanken eher bei seinem Privatleben. Seine Jugendliebe hat ihm nach 40 Jahren mitgeteilt, dass er eine Tochter hat, die im Sterben liegt und nur durch eine Lebertransplantation gerettet werden kann. Dadurch ist er diesmal vielleicht nicht ganz so aufmerksam wie sonst und übersieht das eine oder andere Detail.

Um an ein Motiv für den Mord an der Frau zu kommen, müssen beide tief in der Vergangenheit graben und mehr als 20 Jahre zurück gehen. Eine wichtige Rolle spielt dabei ein altes Reetdachhaus an der Küste, von den Einheimischen nur „dat Bluthus“ genannt, weil dort eine Familie kaltblütig ausgelöscht wurde. Vom Täter fehlt bis heute jede Spur.

Tiefer möchte ich jetzt nicht ins Detail gehen, um nicht allzu sehr zu spoilern.

Meine Bewertung

Mein erster Eindruck war, dass Das Bluthaus hinter Nebelopfer zurückbleibt. Es fängt sehr ruhig an und so richtig spannend ist es zu Beginn noch nicht. Das ändert sich aber relativ schnell und die Geschichte nimmt Fahrt auf. Es gibt viele überraschende Wendungen, immer dann, wenn ich dachte, jetzt wüsste ich wie der Hase läuft, wurde ich eines Besseren belehrt. Mir haben vor allem die Rückgriffe in die Vergangenheit gut gefallen und das Mitraten, wie die damaligen Ereignisse zu dem passen, was in der Gegenwart passiert.

Ich bin nur selten ein Fan von regionalen Krimis, Romy Fölck muss sich hinter britischen und amerikanischen Autorinnen und Autoren aber überhaupt nicht verstecken. Sicherlich werde ich noch mehr von ihr lesen.

Wenn Du noch mehr über Romy Fölcks Bücher erfahren möchten, schau dir gerne meinen Buchtipp #32 – Romy Fölck: Nebelopfer an.

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