Buchtipp #21 – David Baldacci: Abgetaucht

David Baldacci hat wieder abgeliefert. Der Mann hat einen enormen Output. Diesmal hat er keinen Politthriller geschrieben, sondern einen Psychothriller.

Worum geht es?

Atlee Pine ist FBI-Agentin. Als sie bei einer Ermittlung ausrastet, wird sie in den Urlaub geschickt. Den will sie nutzen, um in einer Familienangelegenheit zu ermitteln. Als sie in ihrer Heimatstadt auftaucht, beginnt dort eine Mordserie, bei deren Aufklärung sie die Polizei unterstützt.

Die Ermittlerin

Atlee Pine versieht ihren Dienst in Arizona. Dort ist sie weit und breit die einzige FBI-Agentin. Durch Zufall kreuzt sie den Weg eines pädophilen Entführers und kann ihn stellen. Statt ihn nur zu verhaften, rastet sie aus und verprügelt ihn maßlos. Statt sie zu suspendieren, schickt ihr Vorgesetzer sie in den Urlaub, damit sie ihr Leben in Ordnung bringen kann. Sie hat immer noch mit einem Ereignis aus ihrer Kindheit zu kämpfen. Ihre Zwillingsschwester wurde mit sechs Jahren nachts aus dem gemeinsamen Kinderzimmer entführt, Atlee starb damals fast an einem Schlag auf den Kopf. Bis heute gibt es keine Spur von ihrer Schwester, auch ihre Mutter ist seit vielen Jahren verschwunden, ihr Vater beging an ihrem 19. Geburtstag Selbstmord. Die Agentin macht sich zusammen mit ihrer lebensklugen Assistentin auf den Weg in ihre Heimatstadt und sucht dort nach Hinweisen. Dabei trifft sie auf alte Freunde ihrer Eltern und gerät in polizeiliche Untersuchungen, denn fast zeitgleich geschieht ein Mord. Sie bietet ihre Unterstützung an, denn sie fürchtet, dass ein Serienmörder versucht, sie von ihren privaten Ermittlungen abzuhalten.

Der Autor

Mehr als 100 Millionen verkaufte Bücher, Veröffentlichungen in 45 Sprachen, so die Bilanz von David Baldacci. 1960 in Virginia, USA geboren, studierter Jurist und vor allem durch Politthriller erfolgreich. Abgetaucht ist der erste auf deutsch erschienene Roman aus der Atlee Pine-Reihe. Auf englisch sind bereits drei Bände erschienen.

Meine Bewertung

Atlee Pine als neue Heldin einer Thriller-Reihe gefällt mir gut. Analytisch, reflektiert und tough auf den ersten Blick. Auf den zweiten verletzlich, emotional und durchweg sympathisch. In diesem Roman entwickeln sich zwei Fälle parallel. Da ich beim Lesen noch nicht wusste, dass eine Reihe in Planung ist, war ich etwas enttäuscht, dass die Rätsel um die Familiengeschichte am Ende etwas schwammig bleiben. Jetzt ist mir natürlich klar, dass sich das Ganze über die nächsten Bände weiterentwickeln wird. Solides Handwerk, sicherlich keine Zeitverschwendung.

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