Buchtipp #24 – Adrian McKinty: The chain

Normalerweise blättere ich über die Buchtipps hinten in Taschenbüchern hinweg. Zum Glück habe ich es diesmal nicht getan, denn sonst wäre mir dieser Thriller komplett entgangen.

Die Hauptperson

Rachel ist Mitte 30 und Mutter einer 13jährigen Tochter. Sie hat ihrem Mann Marty das Studium finanziert und selbst jahrelang zurückgesteckt. Inzwischen sind beide geschieden und Rachel will in wenigen Tagen ihren ersten richtigen Job als Dozentin an der Uni antreten. Zwei Anrufe bringen ihr Leben komplett durcheinander. Zum einen ist ihr Brustkrebs nach einem Jahr wieder zurück, zum anderen wurde ihre Tochter Kylie entführt.

Die Handlung

Hinter Kylies Entführung steckt eine Organisation, die sich die Kette nennt. Rachel erfährt, dass sie ihre Tochter nur dann zurückbekommt, wenn sie Lösegeld bezahlt und auch ein Kind entführt. Auf diesem Weg soll die Kette schon seit vielen Jahren funktioniert. Sollte Rachel eine der Aufgaben nicht erfüllen, stirbt das Mädchen. Schnell wird klar, dass die Kette es ernst mit den Drohungen meint. Also bricht Rachel in ein leerstehendes Ferienhaus ein und richtet dort ein Versteck sein. Sie sucht via Facebook nach einem geeigneten Kind und entführt die kleine Amelia. Zur Unterstützung weiht sie ihren Schwager Pete ein, einen drogensüchtigen Ex-Soldaten. Tatsächlich schaffen sie es, dass Kylie freigelassen wird. Trotzdem ist die Verbindung zur Kette dadurch nicht beendet. Der ganzen Familie geht es schlecht, Kylie bekommt psychische Probleme, weil sie mit niemandem über die Geschehnisse sprechen darf, um Rachel und Pete vor dem Gefängnis zu bewahren, Rachel kämpft gegen den Krebs und Pete gegen die Sucht – beides in ständiger Angst ein fast unmögliches Unterfangen. Deshalb wird Rachel klar, dass sie gegen die Kette kämpfen muss, auch wenn sie sich damit in Lebensgefahr begibt.

Der Autor

Ich muss gestehen, dass ich bisher noch nichts von Adrian McKinty gehört habe, auch wenn er schon seit 2007 Bücher schreibt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Er ist 1968 in Nordirland geboren, studierte Jura, Politik und Philosophie und lebt nach Stationen in den USA und Australien, wo er als Journalist und Englischlehrer arbeitete, inzwischen mit seiner Familie wieder in den USA. Inzwischen hat er über 20 Bücher geschrieben, darunter mehrere Thriller-Reihen.

Meine Bewertung

Mich hat die Beschreibung „Durchbrichst du die Kette stirbt dein Kind“ sofort gepackt. Das Fesselndste ist vermutlich, dass die Hauptfiguren in diesem Thriller so völlig normal und durchschnittlich sind. Rachel ist keine Superheldin, die in Kampfkunst ausgebildet ist und jedes Rätsel im Schlaf lösen kann, sondern eine alleinerziehende Mutter, die jeden Tag mit ganz gewöhnlichen Problemen zu kämpfen hat. Es ist allein der Liebe zu ihrer Tochter zu verdanken, dass sie in diesem Fall über sich hinauswachsen kann, auch wenn sie sich dabei manchmal etwas ungeschickt anstellt. Das würde aber wahrscheinlich jedem von uns in ihrer Situation so gehen.

Die Handlung ist spannend, der Plot nachvollziehbar und doch mit einigen Überraschungen gespickt. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. 

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