Buchtipp #25 – Klaus-Peter Wolf: Ostfriesenwut

Heute darf ich ein kleines Jubiläum feiern. Mein 25. Buchtipp geht an den Start. Und dazu darf ich auch noch einen Krimi aus einer meiner Lieblingsreihen vorstellen.

Wann liest man dieses Buch am besten?

Für mich sind die Ostfriesenkrimis von Klaus-Peter Wolf die beste Urlaubslektüre überhaupt. Er packt so viel Lokalkolorit in seine Romane, dass ich das Gefühl habe selbst vor Ort zu sein. Das funktioniert nicht nur gut, wenn ich von zu Hause weg bin, sondern auch, wenn ich gerne wegmöchte. Auch wenn einige der Krimis im Sommer spielen, lese ich sie am liebsten, wenn es draußen stürmt, kalt und ungemütlich ist. Bei solchem Schietwetter fühle ich mich dann der Nordsee und Ostfriesland näher als sonst.

Um wen dreht sich alles?

Hauptfigur ist Ann Kathrin Klaasen, die „beste Kommissarin“ Ostfrieslands. Sie ist in dem gesamten Landstrich im Einsatz, inklusive Inselhopping. Um sie rum tauchen immer dieselben Sidekicks auf: ihr Mann Frank Weller, ebenfalls Ermittler und eine ganz Reihe von Kolleginnen und Kollegen, bis hin zu ihrem ehemaligen Chef, der – trotz Pensionierung – immer noch ein väterlicher Ratgeber ist. In Ostfriesenwut hat Ann Kathrin Klaasen es zunächst mit einer jungen toten Frau zu tun, die aus dem Hafenbecken in Leer gefischt wird. Eine erste Spur führt zu ihrem Freund. Der ist abgetaucht und in seiner Wohnung gibt es keinen Hinweis auf seine Existenz. Dieser Fall ist nur einer der Handlungsstränge. Gleichzeitig planen Unbekannte, das Leitungswasser in ganz Ostfriesland zu vergiften und die Kommissarin erfährt auch noch, dass der Mörder ihres Vaters vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen wurde. Das ist ziemlich viel Input für ein einzelnes Buch, aber zum Glück entwirren sich alle Fäden am Ende. 

Der Autor

Klaus Peter Wolf hat inzwischen 15 Ostfriesenkrimis rund um Ann Kathrin Klaasen geschrieben. Dies hier ist übrigens Band 9. Ich habe alle durcheinander gelesen, das klappt ganz gut, es ist kein Problem, wenn du dich nicht an die Reihenfolge hälst. Die Hauptpersonen entwickeln sich zwar weiter, aber jeder einzelne Krimi ist in sich abgeschlossen. Geboren ist der Autor in den 1950er Jahren in Gelsenkirchen, lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Ostfriesland. Seine Schriftstellerkarriere hat er mit Kinder- und Jugendbüchern bekommen, Theaterstücke hat er auch geschrieben, außerdem Drehbücher, z.B. für Tatort und Polizeiruf. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Ostfriesland als Spielwiese

Ich bin kein großer Fan von regionalen Krimis, aber die Ostfrieslandkrimis mag ich wirklich gerne. Sprachlich sind sie nicht herausragend und auch die Handlung ist nicht das spannendste, was man jemals gelesen hat, aber das Gesamtpaket stimmt. Wer in Ostfriesland war, wird schnell merken, dass Klaus Peter Wolf sehr nah am wahren Leben dran ist. Alle Orte, Restaurants, Cafés etc gibt es wirklich. Ich bin in meinem Urlaub zufällig in einem dieser Cafés gelandet und habe einen der Sturmbeutel gegessen, über die ich bereits gelesen hatte. Ein anderes Café hat sich das eigene Auftauchen in den Krimis zunutze gemacht und vertreibt via Onlineshop die Leckereien, die die Figuren gerne naschen (Seehunde aus Marzipan, z.B). Dazu habe ich beim Lesen das Gefühl, dass mir der Wind um die Nase weht und ich das Salzwasser riechen kann. Mehr kann man von einem Buch nicht erwarten, oder?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s