Buchtipp #7 – Sebastian Fitzek: Flugangst 7A

Der Inhalt

Mats ist Psychiater und nach dem Tod seiner Frau vor vier Jahren nach Buones Aires ausgewandert (man könnte auch sagen gefüchtet). Seine hochschwangere Tochter Nele lebt in Berlin und hat ihn gebeten, sie nach der Geburt zu unterstützen. Also begibt er sich trotz Flugangst auf den mehr als 13-stündigen Flug. Kurz nach dem Start wird Nele auf dem Weg ins Krankenhaus entführt und Mats bekommt einen bedrohlichen Anruf. An Bord soll sich einer seiner ehemaligen Patienten befinden, den er aufgrund von Gewaltfantasien behandelt hat. Wenn seine Tochter überleben soll, muss er den Ex-Patienten so manipulieren, dass dieser das Flugzeug zum Absturz bringt und 600 Menschen tötet.

Der Autor

Sebastian Fitzek ist Jahrgang 1971 und schmückt sein Leben auf seiner Internetseite sehr unterhaltsam aus. Schlagzeuger in einer mäßig erfolgreichen Rockband, ein paar Monate Tiermedizin studiert, Hörfunkvolontariat, Jura bis zum 1. Staatsexamen, Promotion in Urheberrecht, Chefredakteur eines Berliner Radiosenders und seit 2006 erfolgreicher Autor. Das letzte war nicht geplant, sondern ist einfach so passiert. In Deutschland wurden mehr als sechs Millionen seiner Bücher verkauft, übersetzt wurden sie in 24 Sprachen.

Meine Bewertung

Ich tue mich mit den Romanen von Sebastian Fitzek häufig etwas schwer. Es fällt mir oft  nicht ganz leicht rein zu finden und es ist mir mehr als einmal passiert, dass ich das Buch erstmal wieder zur Seite gelegt habe. Den ganzen Hype um jede Neuerscheinung kann ich nicht nachvollziehen, auch wenn das bei den echten Fans auf Unverständnis stoßen wird. Auch die Verfilmungen haben mich bisher nicht gepackt. Obwohl ich sagen muss, dass ich gerne zuhöre und zuschaue, wenn Sebastian Fitzek im Fernsehen auftaucht. Bei Flugangst 7A habe ich mich durch den Anfang gekämpft und bin im Nachhinein auch froh darüber. Spannend war es auf jeden Fall. Mir gefällt das Thema Flugangst sehr gut, wahrscheinlich, weil ich damit nichts zu tun habe. Als Nicht-Betroffene habe ich das Gefühl, dass Fitzek das Durchleben der Angst sehr gut trifft. Das Setting und der Plot sind allerdings aus meiner Sicht ziemlich konstruiert und unrealistisch: Wer mit wem eine Verbindung hat, die technischen Möglichkeiten (kann man ernsthaft aus 10.000 Meter Höhe problemlos stundenlang telefonieren?), die überzogenen Charaktere (die hilflose Aidskranke, der gestörte Veganer, der geldgeile Chefarzt…) sind schon etwas viel. Wer sich einfach nur unterhalten lassen möchte und nicht alles auf die Goldwaage legt, hat sicherlich Spaß an diesem Buch, es ist wirklich spannend. Wer beim lesen gerne analysiert und auf Realismus Wert legt, wird sich vermutlich an einigen Stellen ärgern.

Es handelt sich um unbezahlte Werbung für dieses Buch.

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