Buchtipp #16 – John Grisham: Das Manuskript

Bestseller kosten in meiner Heimat-Bücherei zwei Euro extra. Hier erfährst du, ob sich die Investition gelohnt hat.

Worum geht es?

Ein Hurrikan tost über Camino Island vor der Küste Floridas. Es gibt schwere Verwüstungen und mehrere Tote. Einer von Ihnen ist der Schriftsteller Nelson Kerr, der mehrere Schläge auf den Kopf erlitten hat. Seine Freunde zweifeln daran, dass der Sturm ursächlich für die multiplen Verletzungen war und beginnen auf eigene Faust zu ermitteln.

Das Setting

Eine Ferieninsel vor der Küste Floridas. Hier betreibt Bruce Cable seit mehr als 20 Jahren eine erfolgreiche Buchhandlung. Die Lesungen und Veranstaltungen dort sind ein Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen.  Im Laufe der Jahre haben sich auch zahlreiche Autoren auf der Insel niedergelassen, so dass ein Schriftsteller-Zirkel entstanden ist, der sich regelmäßig in unterschiedlichen Konstellationen zusammenfindet. Nelson Kerr ist einer davon. Der Thriller-Autor hat seine Anwaltskarriere aufgegeben und deckt jetzt in seinen Romanen üble Machenschaften auf. Kurz bevor der Hurrikan die Insel verwüstet, hat er sein neuestes Buch beendet.  Der Inhalt ist so brisant, dass er dafür mit dem Leben bezahlen muss. Auch Bruce Cable und weitere Bekannte von Nelson Kerr geraten in Gefahr, als sie an einem Unfall als Todesursache zweifeln und sich auf die Suche nach Beweisen für einen Mord machen.

Der Autor

John Grisham ist ein Gigant in der Autorenszene. Seit mehr als dreißig Jahren schreibt der ehemalige Anwalt Bücher. Fast eine halbe Milliarde Exemplare seiner 42 Bücher wurden bisher verkauft. Es sind vor allem Justizthriller, aber auch einige Romane und ein Sachbuch. John Grisham ist 66 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Als Kind wollte er Baseballprofi werden und liebt diesen Sport bis heute leidenschaftlich. Auf seinem Grundstück in Mississippi ließ er mehrere Baseballfelder errichten, auf denen bis zu 350 Kinder trainieren können.

Meine Bewertung

John Grisham ist sicherlich nicht der sprachlich beste Autor, aber er liefert immer zuverlässig die Qualität, die man von ihm erwartet: Eine spannende Story mit Hintergrund und eine interessante Personenkonstellationen. Beides findet man auch in diesem Buch. Die Informationen, die hier Nelson Kerr das Leben kosten, sind tatsächlich brisant. Ohne zu viel zu verraten, dreht es sich um den Pflegesektor, der ja tatsächlich ein Milliardengeschäft ist. Ob das beschriebene Szenario in der Realität so möglich ist, kann ich nicht einschätzen, auf jeden Fall hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass es wirklich so sein könnte – und das reicht aus, um die Handlung absolut glaubhaft erscheinen zu lassen. Auf Camino Island Teil des Schriftsteller-Zirkels zu sein, könnte auch erstrebenswert sein. Ich glaube, ich hätte viel Spaß daran, zu einem der gemeinsamen Abendessen bei Bruce Cable eingeladen zu sein. Am großen Tisch, bei selbstgekochtem Essen über Bücher und das Leben zu philosophieren, könnte ich mir allzu gut vorstellen. Für mich ist dieser Thriller eine Runde Sache und absolut empfehlenswert. Wer möchte, kann vorher noch „Das Original“ lesen – dort dreht sich zum ersten Mal eine Grisham-Geschichte um Bruce Cable.

2 Kommentare zu „Buchtipp #16 – John Grisham: Das Manuskript

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